Ein kleines bisschen Glück

Veröffentlicht auf von das-gestiefelte-maedchen

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Wie das Leben doch mit einem spielt. An dem einen Tag fühlt man sich wie der größte Versager auf der Welt. Am nächsten fliegt einem alles plötzlich zu. Angefangen bei kleinen Dingen, wie der Frisur bis hin zu beruflichen Perspektiven. Sah das Haar gestern noch aus wie der alte gelbe Wischmob, den frau schon vor 30 Jahren hatte wegschmeißen wollen, und doch nie dazu kam, so liegt es heute wie frisch vom Friseur. Nein, besser! Denn ich persönlich finde, dass die Haare direkt nach dem Friseurbesuch immer erst mal komisch liegen. Vielleicht liegt es daran, dass man sich noch an die neue Friseur gewöhnen muss. Oder, dass der Verlust der schönen Pracht einen irgendwie traurig stimmt. Oder aber, wie meine Mutter immer sagt, dass das Haar einfach ein wenig Zeit braucht, „um sich wieder richtig zu legen“. Wie auch immer. Die Haare liegen also, und statt der gestrigen Absagen erhältst du gleich zwei Jobangebote. Nichts längerfristiges, nur zwei kurze Einsätze, ein bisschen Geld. Und doch: Diese kleinen Erfolge sind es, die dich beflügeln. Plötzlich scheint alles so einfach, so schön! Man kann es gar nicht abwarten, sich in die Arbeit zu stürzen – wohlwissend, dass das, was man an diesem Tag vollbringt, bezahlt wird. Und dann sind die Freunde da. Sie halten immer ein gutes Wort für dich bereit, ein Schulterklopfen, eine Umarmung. Und du bist einfach glücklich. Es ist kein außergewöhnliches, enormes Glück. Nur ein kleines. Und doch ist es Glück. Zerbrechlich, flüchtig und schön. Versuche nicht, es festzuhalten. Dann ist es schneller auf und davon, als du „Tschüss“ rufen kannst. Genieß es einfach.

 

 

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