Verzweiflung
Es gibt diese Tage, da möchte man nur noch schreien. Man möchte heulen und um sich schlagen. Und sich ordentlich alleine besaufen.
Das sind die Tage, an denen alles einfach zu viel ist. Nichts will so wirklich klappen. Und man spürt förmlich, wie sich ein Knoten im Magen bildet, der langsam hochsteigt und einem grausam die Luft abschnürt. Das Atmen fällt schwer und am liebsten würde man einfach damit aufhören. Es wäre so einfach. Und doch so schwer. Und man weiß, irgendwie wird es schon klappen. Das Leben geht weiter. Es muss.
Auch nach dem dritten Glas Schnaps wird es nicht besser. Nur das Brennen in der Kehle, wenn der Klare einem den Rachen herunterläuft, hat ein wenig nachgelassen. Den Mund verzieht man hinterher trotzdem noch.
Druck, Existenzangst, das Gefühl der Ausweglosigkeit. Wer kennt das nicht? Vermutlich machen wir alle Phasen der Verzweiflung durch. Die Frage ist nicht, warum. Sondern viel eher: Was können wir dagegen machen?