„Liebe ist... wenn einem die Ideen für gute Geschenke nie ausgehen!“
Ich habe soeben anlässlich des nahenden Valentinstages eine E-Mail von einem Anbieter für Digitalfotoentwicklung erhalten.
Betreff: „Liebe ist... wenn einem die Ideen für gute Geschenke nie ausgehen!“ Da drunter viele nette kleine Bildchen mit vielfältigen Fotogeschenken für den Liebsten bzw. die Liebste: der Schlüsselanhänger „Venus“, das Mousepad in Herzform, der Herz-Taschenspiegel und noch unzählige andere Kleinigkeiten. Am besten aber gefielen mir die bedruckten Boxershorts und String Tangas.
Was für ein Motiv wählt Frau für ihren String Tanga? Ein Foto von ihrem Allerliebsten? Um ihn immer ganz nah bei sich zu tragen? Und wie reagiert der Mann, der, von heißer Leidenschaft gepackt, ihr die Jeans herunterreißt - und sich mit seinem eigenem Antlitz konfrontiert sieht? Wirkt das eher abschreckend? Oder kann der Blick in den Spiegel die eigene Lust zum Höhepunkt steigern? Ganz dem aus der griechischen Mythologie stammenden Narcissus folgend, der sich in sein eigenes Spiegelbild verliebt. Will Frau wirklich mit einem selbstverliebten Mann schlafen? Und animiert sie ihn nicht dadurch geradezu, ihre Lust der seinen unterzuordnen? Ihre Befriedigung vielleicht sogar im Rausch des Akts völlig zu übergehen? Wo bleibt da die Emanzipation, liebe Frauen?
Also doch lieber das Eigenbild auf den String tätowieren lassen? Und den Mann damit glauben lassen, er wäre so scharf, dass er gleich zwei Frauen ins Bett kriegt?
Ich persönlich ziehe da einen schicken Spitzen-String Tanga vor – ohne Foto.